Gefährdet Laserstrahlung wirklich die Bediener? Mit dem richtigen Ansatz kann ein Laserarbeitsplatz einer der sichersten in der gesamten Anlage sein. Sind Sie für die Sicherheit und die Implementierung neuer Technologien in Ihrem Unternehmen verantwortlich? Prüfen Sie, welche Entscheidungen Sie von Anfang an treffen sollten, um 99% des Risikos zu eliminieren.

 

Ist Laserstrahlung gefährlich? Was ist sie und welche Risiken birgt sie?

Ein industrieller Laserstrahl ist stark konzentrierte Energie. Es sind tausende Watt, die auf einen Punkt mit einem Durchmesser von einem Bruchteil eines Millimeters fokussiert sind. Und genau aus diesem Grund stellt er eine potenzielle Bedrohung dar, die verschiedene Auswirkungen haben kann.

Wie wirkt sich der Laser auf den menschlichen Körper aus? Welche Gefahren birgt er für Augen und Haut?

Gefahren für die Augen

Die größte Aufmerksamkeit sollte dem Augenschutz gewidmet werden. Direkte, ungeschützte Exposition gegenüber Laserstrahlung verursacht Augenverletzungen. Dies kann zu dauerhaften Netzhautschäden führen. Viele Industrielaser emittieren Strahlung im für Menschen unsichtbaren Infrarot-Wellenlängenbereich. Das Ergebnis? Selbst bei kurzzeitiger Exposition funktionieren instinktive Abwehrreaktionen wie das Blinzeln beim Menschen nicht. Die Bedrohung ist real, aber unsichtbar, daher erfordert sie bewussten und spezialisierten Schutz.

Gefahren für die Haut

Direkter Kontakt mit dem Strahl kann Hautschäden in Form von thermischen Verbrennungen verursachen. Dieses Risiko gilt, wie bei den Augen, nur für Situationen eines direkten "Treffers" durch den Laserstrahl. Sie können dieses Risiko dank flammhemmender Kleidung und spezieller Handschuhe effektiv eliminieren.

Andere Gefahren bei der Laserbearbeitung, oder wie man die Arbeitsumgebung um den Laser herum gestaltet

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Luftqualität – Staub und Gase

Der Laserstrahl, der Metall schmilzt und verdampft, erzeugt sogenannte Prozessverunreinigungen (LGAC). Dabei handelt es sich hauptsächlich um submikrone Partikel von Metalloxiden. Aus diesem Grund sollten die Konzentrationen schädlicher Faktoren an Arbeitsplätzen regelmäßig gemessen werden. Verunreinigungen erfordern eine effektive Beseitigung aus der Luft. Bei der Verarbeitung bestimmter Materialien, wie Edelstahl, können Verbindungen wie Chrom VI entstehen, die potenziell gefährlich sind. Daher ist ein Schlüsselelement jedes Arbeitsplatzes ein Absaug- und Filtersystem, das die Luft kontinuierlich reinigt und sichere Arbeitsbedingungen gewährleistet.

Brandschutz

Die hohe Temperatur des Schneidprozesses bedeutet, dass sich keine brennbaren Materialien in der Arbeitszone befinden sollten. Reflektierter Strahl oder heiße Funken sind Gefahren, die direkt vom Prozess ausgehen und Brandgefahren real machen. Die Aufrechterhaltung von Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz ist ein grundlegendes Arbeitssicherheitsprinzip. Regelmäßiges Entfernen von Metallstaub und Abfällen minimiert das Risiko, und die Standardausrüstung mit geeigneten Feuerlöschern (z.B. CO₂ oder Pulver für Metalle) bietet zusätzlichen Schutz.

Lärmpegel

Obwohl der Laser selbst leise arbeitet, erzeugen seine Hilfssysteme – wie Kompressoren, Absaugventilatoren oder Kühlung – Geräusche auf dem Niveau von 65–85 dB. Dies ist ein Wert, der mit vielen traditionellen Maschinen vergleichbar oder niedriger ist (z.B. überschreiten Stanzpressen oft 90 dB). Dennoch ist es bei langfristiger Arbeit gängige Praxis, die Lärmpegel zu überwachen und gegebenenfalls Gehörschutz zu verwenden.

Laser vs. andere Bearbeitungstechnologien - Sicherheitsvergleich

Wie schneidet der Laser im Vergleich zu traditionellen Methoden ab? Bei richtiger Implementierung hervorragend.

Laser vs. MIG/MAG, TIG-Schweißen

Lichtbogenschweißen bedeutet einen Funkenregen, intensive UV-Strahlung und Rauchwolken. Laserschweißen erzeugt deutlich weniger Funken, was das Risiko von Verbrennungen minimiert. Es emittiert auch nicht so starke UV-Strahlung. Die Rauchmenge ist geringer, da der Prozess präziser ist und keine Flussmittel erfordert. Infolgedessen ist die Arbeitsumgebung sauberer und der Schweißer ist weniger exponiert.

Sicherheit ist nur einer von vielen Vorteilen dieser Technologie. Wenn Sie mehr über den Prozess selbst, seine Parameter und Anwendungen erfahren möchten, lesen Sie unseren vollständigen Laserschweißleitfaden.

Laser vs. Plasma-/Sauerstoffschneiden

Moderne Laserschneidmaschinen sind meist Sicherheitsgeräte der Klasse 1, die unter normalen Betriebsbedingungen in der Regel sicher sind. Das bedeutet, sie sind vollständig umschlossen und der Augenschutz ist ohne zusätzliche Abschirmungen gewährleistet. Während des normalen Betriebs entweicht keine gefährliche Strahlung nach außen. Der Bediener kann den Prozess sicher durch ein zertifiziertes Fenster beobachten. Plasmatische sind oft offen, und der Plasmabogen ist in der gesamten Halle sichtbar. Laser eliminiert auch die Notwendigkeit, mit brennbaren Gasen wie Acetylen zu arbeiten.

Laser vs. mechanische Bearbeitung

Man kann sich mit einem Laser nicht in den Finger schneiden. Es gibt keine rotierenden Klingen, Guillotinemesser oder Stanzpressen. Das Risiko mechanischer Verletzungen – Quetschungen und Amputationen – verschwindet. Es gibt auch keine Vibrationen und ohrenbetäubenden Lärm von Stanzmaschinen. Gefahren beim Laser sind hauptsächlich optischer und elektrischer Natur, aber leichter vollständig vom Bediener zu isolieren.

Schutzmaßnahmen - wie man den Arbeitsplatz vor Laserstrahlung schützt?

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Das Prinzip ist einfach: Risiken müssen eliminiert, nicht nur verwaltet werden. Die Sicherheitshierarchie ist hier unerbittlich.

1. Kollektiver Schutz

Dies hat absolute Priorität. Vollständige Umhüllungen mit Verriegelungssystemen sind das Beste, was Sie tun können. Das Öffnen von Türen während des Betriebs schaltet den Laser sofort aus. Wenn eine vollständige Umhüllung nicht möglich ist (z.B. beim Schweißen großer Strukturen), werden kontrollierte Zonen geschaffen, die mit speziellen Laservorhängen abgegrenzt sind, mit Lichtsignalisierung und Eingangsverriegelungen. Dies wird durch das erwähnte Belüftungs- und Filtersystem ergänzt, das ein integraler Bestandteil eines sicheren Arbeitsplatzes ist.

Das höchste Maß an Sicherheit und Wiederholbarkeit bieten vollständig integrierte Systeme. Ein hervorragendes Beispiel für eine solche Lösung, bei der alle kollektiven Schutzmaßnahmen werkseitig implementiert sind, ist eine einsatzbereite Roboterstation. Sehen Sie: Fanuc 5.0 Schlüsselfertiger Schweißroboter.

2. Individueller Schutz

Die Verwendung persönlicher Schutzausrüstung ist notwendig, wo es unmöglich ist, die Gefahr zu 100% zu isolieren. Schutzbrillen sind entscheidend. Sie müssen zertifiziert sein (Norm PN-EN 207) und speziell für die Wellenlänge und Leistung des jeweiligen Lasers ausgewählt werden. Ein gewöhnlicher Schweißhelm oder eine Spritzschutzbrille bieten keinen Schutz gegen Laserstrahlung. Besondere Vorsicht ist geboten, und bei der Arbeit mit einem offenen Strahl sind auch flammhemmende Kleidung und Handschuhe erforderlich.

3. Arbeitsorganisation

Selbst die beste Ausrüstung funktioniert nicht ohne bewusste Menschen. Jedes Unternehmen, das Hochleistungslaser einsetzt, muss einen Lasersicherheitsbeauftragten (LSO) ernennen. Dies ist die Person, die dafür verantwortlich ist, dass eine Beurteilung der beruflichen Risiken durchgeführt wird und auf dieser Grundlage geeignete Schutzmaßnahmen ausgewählt und Schulungen durchgeführt werden. Jeder Bediener muss eine spezielle Arbeitssicherheitsschulung absolvieren. Der Arbeitsplatz muss deutlich gekennzeichnet sein und Notfallverfahren müssen geübt werden.

Sicherheit bei der Verwendung von Lasern - Rechtsakte, Normen und Vorschriften

Die Lasersicherheit ist in entsprechenden Rechtsakten genau geregelt.

  • Richtlinie 2006/25/EG – die EU-Grundlage, die dem Arbeitgeber die Verpflichtung auferlegt, Risiken im Zusammenhang mit direkter Exposition gegenüber optischer Strahlung zu bewerten und sicherzustellen, dass die Exposition der Arbeitnehmer die Grenzwerte, d.h. die maximal zulässige Exposition (MPE), nicht überschreitet, im Einklang mit den angenommenen Kriterien zur Gefahrenbewertung.

  • PN-EN 60825-1:2014-11 – die wichtigste technische Norm. Sie klassifiziert Laser (von der sicheren Klasse 1 bis zur schlechtesten Klasse 4, bei der das höchste Niveau der Laserstrahlung auftritt und die gefährliche diffuse Reflexionen erzeugen), bestimmt Anforderungen an Kennzeichnung und Schutzvorrichtungen, die der Hersteller erfüllen muss.

  • PN-EN 207 und PN-EN 208 – Normen, die Anforderungen an Brillen und Schutzbrillen festlegen, die vor Laserstrahlung in einem bestimmten Wellenlängenbereich schützen.

Zusammenfassung

Ist Laserstrahlung schädlich? Ja, wenn Sie diese Technologie ohne empfohlene Schutzmaßnahmen verwenden. Ist Lasertechnologie in der industriellen Implementierung sicher? Absolut ja, vorausgesetzt, Sie befolgen die Sicherheitsregeln, denn unkontrollierte Exposition kann schädliche Auswirkungen haben. Moderne, geschlossene Lasergeräte, unterstützt durch solide Verfahren und Sicherheitskultur, minimieren das Risiko fast auf Null, und Unfälle treten seltener auf als bei mechanischen Maschinen.

Sie wissen jetzt, worauf Sie achten müssen, um vollständige Lasersicherheit zu gewährleisten. Wenn Sie eine Technologie auswählen möchten, die perfekt auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, vereinbaren Sie eine kostenlose Beratung mit unserem Experten. Wir helfen Ihnen, diesen Prozess Schritt für Schritt zu durchlaufen, damit Sie sicher sein können, dass Ihre Investition von Anfang an zu 100% sicher ist. 

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